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Söder: Ost-Bundesländer können europäische Hightech-Regionen werden

Die Ost-Bundesländer sollten nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder beim Ausbau von Forschung und Wissenschaft in Deutschland eine ganz besondere Rolle spielen.

Von dpa
Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern, und Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, halten bei ihrem Besuch im Chemiepark Leuna das Modell eines Windrades. Die Ministerpräsidenten wollten sich am Chemiestandort Leuna über die geplante Nutzung und Produktion von nachhaltigen Rohstoffen und Produkten informieren. 
Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern, und Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, halten bei ihrem Besuch im Chemiepark Leuna das Modell eines Windrades. Die Ministerpräsidenten wollten sich am Chemiestandort Leuna über die geplante Nutzung und Produktion von nachhaltigen Rohstoffen und Produkten informieren.  Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Leuna - „Die neuen Ländern, da bin ich der festen Überzeugung, können echte Hightech-Regionen werden, und zwar nicht nur in Deutschland sondern in Europa“, sagte der CSU-Chef am Freitag in Leuna. Deutschland müsse insgesamt den Anspruch haben, ein Hightech-Land sein und dürfe die Investitionen der USA und von China nicht ignorieren.

„Wir müssen die neuen Ländern insgesamt zu Hightech Regionen weiterentwickeln. Da ist schon viel passiert, aber ich glaube, das wird die Hauptaufgabe des Bundes sein, auch nach der Bundestagswahl noch mehr zu investieren, um in den Regionen eine deutlich höhere Dynamik zu entfalten“, betonte Söder.

Wer in Forschung und Wissenschaft investiere, investiere in die eigene Zukunft und in den eigenen Wohlstand. Zudem könne nur auf diesem Wege den Herausforderungen von Ökologie und Klimaschutz erfolgreich begegnet werden. Mit neuer Technologie könne dem Klimawandel ohne Verzicht oder den Weg zurück in die Steinzeit begegnet werden. „Transformation ist immer anstrengend, aber sie lohnt sich, weil am Ende mehr dabei herauskommt“, zeigte sich der Gast aus Bayern überzeugt.

Die Zukunft Deutschlands auch in Europa liege in einer großen Cleantech-offensive. „Wir müssen wirtschaftlichen Wohlstand auf der einen Seite und die nachhaltige Erfüllung von Klimazielen in ein Konzept bringen - nicht gegeneinander ausspielen“, unterstrich Söder.

Der CSU-Politiker hatte sich in Leuna gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) an dem Chemiestandort über Vorhaben zur Gewinnung nachhaltiger Rohstoffe und Produkte informiert. Dazu besichtigten sie Baustellen der Fraunhofer-Gesellschaft und des Mittelständlers Leuna-Harze GmbH. Sachsen-Anhalt will sich zu einer Modellregion für Wasserstoff entwickeln.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CPB) wollen in Leuna mit einer Pilotanlage herausfinden, in welchem Umfang sogenannter grüner Wasserstoff für die Industrie in großem Umfang hergestellt und genutzt werden kann. Dieser gilt als eine Energiequelle der Zukunft. Bundesweit laufen dazu Forschungsvorhaben.