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Leseranwältin Rückblick 2025: Einblicke in das pure Leben

12.01.2026, 07:00
Leseranwältin Heike Groll
Leseranwältin Heike Groll VS

Irgendwo passiert immer etwas, eine Nachrichtenpause gibt es im Journalismus nicht. Zum Jahreswechsel nehmen aber auch wir uns ein wenig Zeit, um Bilanz zu ziehen: Wie ist das alte Jahr verlaufen, was mag das neue bringen? Für die Leseranwalts-Redaktion ist das besonders spannend, denn bei nahezu all unseren Recherchen und Artikeln geht es um Probleme und Fragen von Ihnen, den Leserinnen und Lesern – nichts anderes also als das pure, echte Leben.

Insgesamt rund 500 Anfragen erreichten uns letztes Jahr, davon die Hälfte mit der Bitte um Unterstützung bei Ärger mit Dienstleistern, Behörden und Unternehmen. Nicht immer konnten wir selbst helfen, doch in der Regel zumindest Tipps für weitere Informationen und Anlaufstellen geben. In über 60 Fällen hat mein Kollege Christian Wohlt persönlich recherchiert und - meist erfolgreich - vermittelt, Türen geöffnet, Lösungswege geebnet, über einige auch in der Volksstimme berichtet (s. Artikel links).

In meiner Kolumne hingegen geht es um den Journalismus und die Volksstimme selbst. Dazu erreichten uns etwa 200 Anrufe, Briefe und Mails (plus etwa 50 zur Zeitungszustellung und Sonstigem). Und noch einmal knapp 40 Zuschriften (und viel mehr Gespräche und persönliche Begegnungen) im Rahmen der „Jubiläumsleser-Aktion“ zum 135. Geburtstag der Volksstimme.

Viele Gedanken und Fragen kamen zur Berichterstattung über Anschlag und Prozess in Magdeburg. Davon abgesehen haben unsere Redaktionen Anregungen zu lokalen und regionalen Themen aufgegriffen. Auch Rechtschreibung, sachliche Fehler, Werbung und der Umgang mit Leserbriefen haben unsere Leser stark beschäftigt. Und die zentrale Frage: Wo ist die Grenze zwischen objektiver Berichterstattung und subjektiver Meinungsäußerung? Ob Lob, Kritik oder „nur“ eine Frage: Diese Impulse helfen uns, unsere Arbeit immer wieder zu überprüfen. Mein Wunsch für 2026: Machen Sie bitte weiter so, wir freuen uns darauf.