Magdeburg (dpa) l Vier Lotto-Millionäre im ersten Halbjahr und dazu der 45-Millionen-Euro-Gewinn eines Ehepaars aus dem Süden des Landes: Sachsen-Anhalt hat so viel Lotto-Glück wie selten. Es wird aber auch so viel Lotto gespielt wie selten zuvor. "Die Glückssträhne der Lottospieler im Land und attraktive Jackpots bei Eurojackpot führten zu einem überdurchschnittlichen Plus bei den Spieleinnahmen", erklärte die Geschäftsführerin von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, Maren Sieb, in Magdeburg. Es würden mehr Tipps gespielt.

Seit 17 Jahren seien die Spieleinnahmen im ersten Halbjahr nicht mehr so hoch gewesen wie jetzt. Das Plus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 liege bei 4,1 Prozent. Die Spieleinnahmen legten von 93 auf 96 Millionen Euro zu. Damit fiel der prozentuale Zuwachs höher aus als beim Deutschen Lotto- und Totoblock, der ein Plus von drei Prozent gemeldet habe.

Lotto-Toto zufolge gab jeder Sachsen-Anhalter im ersten Halbjahr durchschnittlich 1,66 Euro pro Woche für Spielangebote von Lotto aus. Das seien acht Cent mehr gewesen als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2017 lag das Plus bei zwölf Cent.

Mehr Rubbellose

Insbesondere die europäische Lotterie Eurojackpot, deren Hauptgewinn wochenlang nicht abgeräumt worden war, sowie die 5-Euro- und 10-Euro-Rubbellose von Lotto Sachsen-Anhalt seien mehr gespielt und gekauft worden. Zudem habe die Fußball-WM der Sportwette Oddset ein Plus beschert.

Die Lotto-Glückssträhne in Sachsen-Anhalt hatte Anfang Februar begonnen. An einem Wochenende gab es damals gleich zwei Millionäre mit 1,6 und 1,02 Millionen Euro. Im Juni gewannen zwei Spieler 6,5 Millionen und 1,2 Millionen Euro. Neben den Millionen-Gewinnen flossen jeden Tag im diesem Jahr 19.800 Geldgewinne ab einem Euro und damit 300 Gewinne mehr als noch 2017, wie Lotto-Toto weiter mitteilte.