Magdeburg l Micaela Schäfer, prominenteste Stammkundin der Magdeburger Designerin Carolin Goldmann, sorgt immer mal wieder für Wirbel. Ober besser gesagt für nackte Tatsachen. Das fing schon im Jahr 2004 an. Da wurde die gebürtige Leipzigerin „Miss Ostdeutschland“. Doch zum Antritt bei der Wahl der „Miss Germany“ kam es nicht mehr. Die gelernte pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte wurde wegen vorab im „Penthouse“ veröffentlichter Oben-ohne-Fotos vom Wettbewerb ausgeschlossen. Es folgten viele weitere Auftritte der Ex-Dschungelcamperin und D-Jane, für die sie nicht immer nur Lob erntete. Auch ihr Schönheits- und OP-Wahn stehen oft in der Kritik.

„Ich weiß natürlich, dass sich an Micaela die Geister scheiden. Und ich selbst finde auch nicht immer alles toll, was sie macht“, gesteht Goldmann. „Aber sie tut keinem weh damit, wenn sie irgendwo nackt oder leicht bekleidet herumläuft. “ Seit 2011 ist sie ihre „Markenträgerin“, und sie schätze „Mica“ sehr, denn an ihr könne die Designerin ihre verrückte Seite ausleben: „Micaela ist liebenswert, charmant und zuverlässig. Wenn sie sagt: Ich trage dein Kleid bei Stefan Raab, dann macht sie das auch.“

Sie finde es auch eher lustig als anrüchig, wenn ihr Mann Markus und sie bei Schäfer daheim zu Besuch sind, um neue Aufträge zu besprechen oder Kleider vorbeizubringen. „Dann öffnet uns Micaela auch schon mal in Dessous und Stöckelschuhen die Tür oder serviert uns Kaffee. Aber so ist sie nun mal.“ Und den Kritikern der Zusammenarbeit („Neider und Zickenkrieg gibt es in der Szene wie Sand am Meer.“) hält die Magdeburgerin entgegen: „Ich schaffe es wenigstens, dass Micaela überhaupt Stoff auf der Haut trägt – mal mehr, mal weniger.“

Kleid aus VHS-Kassettenbändern

Aber auch mit den Kreationen von „Lady Caro Lynn“ erregte Schäfer bereits jede Menge Aufsehen. So schaffte sie es an einem Tag sogar in die britische „Sun“ und aufs US-Klatschportal „TMZ“. Der Grund: Bei der Filmpremiere zu „Men In Black 3“ war sie in einem schwarzen Kleid aus flatternden VHS-Kassettenbändern aufgelaufen, das nur von zwei Bändchen an Hals und Taille gehalten wurde.

Ein Goldmann-Kleid sorgte indes für Schlagzeilen, das nie von Schäfer getragen wurde: Das geplante Outfit für die Verleihung des Intouch-Awards in Düsseldorf 2016, ein langes Kleid mit Rosen-Print, wurde dem Erotik-Model im Zug von Köln nach Berlin gestohlen. „So traurig der Verlust auch schmerzte, es war ja ein Unikat, so witzig war es auch irgendwie, dass ausgerechnet einem Nacktmodel ein Kleid geklaut wird“, so Goldmann, die die Robe ausnahmsweise noch einmal nachgenäht hat.

Seit dem Unglück passt Micaela Schäfer besonders auf ihre Leihgaben aus Magdeburg auf. Auf die Zusammenarbeit mit Carolin Goldmann kann und will sie nämlich nicht verzichten: „Ich mag es, mit wie viel Leidenschaft Caro ganz verrückte Ideen umsetzt. Es macht Spaß, mit ihr zusammenzuarbeiten – vor und hinter der Nähmaschine“, sagt das Model der Volksstimme. „Ich bin schon ganz gespannt auf ihre Jubiläums-Kollektion und das Gold-Kleid.“