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WohnungsmarktWo die Mieten in Sachsen-Anhalt derzeit am niedrigsten sind - und wo am höchsten

Ein neuer Wohnpreisspiegel zeigt, wie stark die Preise für Häuser und Wohnungen in Sachsen-Anhalt gestiegen sind. Regional gibt es große Unterschiede. Wo man in Sachsen-Anhalt besonders günstig mieten, kaufen und bauen kann.

Von Rieke Wiemann Aktualisiert: 13.02.2024, 14:02
In Magdeburg liegt die Kaltmiete bei Neuvermietungen derzeit bei 7,50 Euro pro Quadratmeter.
In Magdeburg liegt die Kaltmiete bei Neuvermietungen derzeit bei 7,50 Euro pro Quadratmeter. Foto: Imago/ Schöning

Halle (Saale). - Wer in Sachsen-Anhalt eine Wohnung bezieht, muss in einigen Städten deutlich mehr Miete zahlen als noch vor einem Jahr. Das geht aus dem aktuellen Wohnpreisspiegel des Immobilienverbandes IVD Mitte-Ost hervor.

In Magdeburg zum Beispiel hat sich die Quadratmetermiete für eine Wohnung mit mittlerer Ausstattung und Lage laut IVD innerhalb eines Jahres um sieben Prozent erhöht. In Merseburg hingegen sind die Mieten pro Quadratmeter um neun Prozent gestiegen, in Stendal sogar um 13 Prozent.

In anderen Städten Sachsen-Anhalts wiederum blieben die Mieten bei Neuvermietungen gleich oder sanken sogar – etwa in Dessau-Roßlau. Auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Einfamilienhäuser und Baugrundstücke entwickelten sich regional sehr unterschiedlich.

Wir erleben eine verstärkte Nachfrage nach Verkaufsobjekten aus dem Bestand

Dirk Radde vom IVD

„Derzeit erleben wir eine verstärkte Nachfrage nach Verkaufsobjekten aus dem Bestand", sagt Dirk Radde vom IVD Mitte-Ost. Entscheidend für den Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses sei der energetische Zustand.l

Mietpreise bei Neuvermietungen

Am günstigsten sind die Mieten derzeit in Aschersleben. Wer dort einen neuen Mietvertrag abschließt, muss nach Angaben des IVD für eine Bestandswohnung - also keine Neubauwohnung - mit mittlerer Ausstattung und Lage 4,50 Euro pro Quadratmeter zahlen. Auf dem zweiten Platz liegt Zeitz (5 Euro pro Quadratmeter), dicht gefolgt von Dessau-Roßlau (5,25 Euro pro Quadratmeter).

Am teuersten sind die Mieten in Magdeburg und Halle mit durchschnittlich 7,50 Euro Miete pro Quadratmeter.

Durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter für eine Bestandswohnung mit mittlerer Ausstattung und Lage:

  • Aschersleben: 4,50 Euro
  • Zeitz: 5 Euro
  • Dessau-Roßlau: 5,25 Euro
  • Naumburg: 5,50 Euro
  • Wernigerode: 5,50 Euro
  • Sangerhausen: 5,50 Euro
  • Staßfurt: 5,50 Euro
  • Schönebeck: 5,75 Euro
  • Merseburg: 6 Euro
  • Oschersleben: 6 Euro
  • Stendal: 6 Euro
  • Halle: 7,50 Euro
  • Magdeburg: 7,50 Euro

In Aschersleben, Halle, Sangerhausen und Staßfurt ist die Miete pro Quadratmeter in einer Bestandswohnung mit mittlerer Ausstattung und Lage im Vergleich zu 2023 gleich geblieben.

Gestiegen ist die Miete pro Quadratmeter in Magdeburg (plus 50 Cent), Stendal (plus 70 Cent), Oschersleben (plus 20 Cent), Merseburg (plus 50 Cent), Schönebeck (plus 25 Cent), Naumburg (plus 30 Cent) und Zeitz (plus 40 Cent).

In zwei Städten hingegen ist die Miete pro Quadratmeter sogar gesunken: in Dessau-Roßlau um 25 Cent und in Wernigerode um 50 Cent.

Kaufpreise für Baugrundstücke

Am günstigsten sind Baugrundstücke für Ein- oder Zweifamilienhäuser in mittlerer Wohnlage in Sangerhausen. Dort müssen Käufer laut IVD derzeit 30 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Auf dem zweiten Platz liegt Stendal (50 Euro pro Quadratmeter), dicht gefolgt von Zeitz (60 Euro pro Quadratmeter).

Am teuersten sind Baugrundstücke in mittlerer Wohnlage in Magdeburg (250 Euro pro Quadratmeter), am zweitteuersten in Wernigerode (180 Euro pro Quadratmeter).

Durchschnittlicher Quadratmeterpreis für ein Baugrundstück in mittlerer Lage:

  • Sangerhausen: 30 Euro
  • Stendal: 50 Euro
  • Zeitz 60 Euro
  • Aschersleben: 65 Euro
  • Schönebeck: 65 Euro
  • Oschersleben: 70 Euro
  • Staßfurt: 75 Euro
  • Naumburg: 80 Euro
  • Dessau-Roßlau: 80 Euro
  • Halle: 100 Euro
  • Wernigerode: 180 Euro
  • Magdeburg: 250 Euro

Kaufpreise für Einfamilienhäuser

Am günstigsten sind Einfamilienhäuser in Schönebeck. Nach Angaben des IVD müssen Käufer dort derzeit 100.000 Euro für ein Einfamilienhaus mit mittlerer Ausstattung und Lage bezahlen. Den zweiten Platz teilen sich Oschersleben, Zeitz, Sangerhausen und Stendal mit einem Kaufpreis von 120.000 Euro, auf dem dritten Platz folgt Staßfurt (125.000 Euro).

Am teuersten sind Einfamilienhäuser in Magdeburg (285.000 Euro), dicht gefolgt von Halle (280.000 Euro).

Durchschnittlicher Gesamtpreis für ein Einfamilienhaus mit mittlerer Ausstattung und Lage:

  • Schönebeck: 100.000 Euro
  • Oschersleben: 120.000 Euro
  • Zeitz: 120.000 Euro
  • Sangerhausen: 120.000 Euro
  • Stendal: 120.000 Euro
  • Staßfurt: 125.000 Euro
  • Aschersleben: 150.000 Euro
  • Dessau-Roßlau: 165.000 Euro
  • Naumburg: 170.000 Euro
  • Merseburg: 190.000 Euro
  • Wernigerode: 270.000 Euro
  • Halle: 280.000 Euro
  • Magdeburg: 285.000 Euro

In Staßfurt, Wernigerode, Merseburg, und Sangerhausen ist der Kaufpreis für ein Einfamilienhaus mit mittlerer Ausstattung und Lage im Vergleich zu 2023 gleich geblieben.

Gestiegen ist der Kaufpreis in Stendal (plus 40.000 Euro), Aschersleben (plus 20.000 Euro), Oschersleben (plus 5.000 Euro) und Dessau-Roßlau (plus 5.000 Euro).

In fünf Städten hingegen ist der Kaufpreis für ein Einfamilienhaus  sogar gesunken: in Naumburg um 5.000 Euro, in Schönebeck um 25.000 Euro, in Zeitz um 20.000 Euro, in Halle um 30.000 Euro und in Magdeburg um 95.000 Euro.

Kaufpreise für Reihenhäuser

Am günstigsten sind Reihenhäuser (ohne Garage) mit mittlerer Ausstattung und Lage in Oschersleben und Schönebeck. Dort müssen Käufer laut IVD derzeit 75.000 Euro bezahlen. Auf dem zweiten Platz liegt Stendal (90.000 Euro), auf dem dritten Platz Staßfurt (95.000 Euro).

Am teuersten sind Reihenhäuser in Halle (220.000 Euro), gefolgt von Magdeburg (200.000 Euro).

Durchschnittlicher Gesamtpreis für ein Reihenhaus (ohne Garage) mit mittlerer Ausstattung und Lage:

  • Oschersleben: 75.000 Euro
  • Schönebeck: 75.000 Euro
  • Stendal: 90.000 Euro
  • Staßfurt: 95.000 Euro
  • Zeitz: 95.000 Euro
  • Sangerhausen: 100.000 Euro
  • Dessau-Roßlau: 110.000 Euro
  • Aschersleben: 115.000 Euro
  • Merseburg: 130.000 Euro
  • Naumburg: 130.000 Euro
  • Wernigerode: 190.000 Euro
  • Magdeburg: 200.000 Euro
  • Halle: 220.000 Euro

Kaufpreise für Eigentumswohnungen

Am günstigsten sind Eigentumswohnungen in Zeitz. Nach Angaben des IVD müssen Käufer dort derzeit 500 Euro pro Quadratmeter für eine Bestandswohnung mit mittlerer Ausstattung und Lage bezahlen. Auf Platz zwei folgt Dessau-Roßlau (725 Euro pro Quadratmeter), den dritten Platz teilen sich Aschersleben und Naumburg (750 Euro pro Quadratmeter).

Am teuersten sind Eigentumswohnungen in Magdeburg (1.650 Euro pro Quadratmeter), am zweitteuersten in Halle (1.500 Euro pro Quadratmeter).

Durchschnittlicher Quadratmeterpreis für eine bestehende Eigentumswohnung mit mittlerer Ausstattung und Lage:

  • Zeitz: 500 Euro
  • Dessau-Roßlau: 725 Euro
  • Aschersleben: 750 Euro
  • Naumburg: 750 Euro
  • Oschersleben: 800 Euro
  • Stendal: 800 Euro
  • Schönebeck: 900 Euro
  • Staßfurt: 1.000 Euro
  • Merseburg: 1.000 Euro
  • Sangerhausen: 1.000 Euro
  • Wernigerode: 1.350 Euro
  • Halle: 1.500 Euro
  • Magdeburg: 1.650 Euro

In Aschersleben, Merseburg, Staßfurt und Zeitz ist der Quadratmeterpreis für eine bestehende Eigentumswohnung mit mittlerer Ausstattung und Lage im Vergleich zu 2023 gleich geblieben.

Gestiegen ist der Kaufpreis pro Quadratmeter in Stendal (plus 200 Euro), Oschersleben (plus 50 Euro), Sangerhausen (plus 150 Euro) und Schönebeck (plus 100 Euro).

In fünf Städten hingegen ist der Quadratmeterpreis für eine bestehende Eigentumswohnung mit mittlerer Ausstattung und Lage sogar gesunken: in Dessau-Roßlau um 125 Euro, in Halle um 300 Euro, in Magdeburg um 150 Euro, in Naumburg um 100 Euro, in Wernigerode um 150 Euro

Die begehrtesten Wohnlagen in Sachsen-Anhalt

Neben den Miet- und Kaufpreisen für Häuser und Eigentumswohnungen hat der IVD auch die begehrtesten Wohnlagen in zwölf Städten Sachsen-Anhalts ermittelt:

  • Dessau-Roßlau: Gropius Viertel Ziebigk
  • Halle: Mühlwegviertel, Kröllwitz, Giebichenstein, Heide-Süd
  • Magdeburg: Elbbahnhof, Altstadt, Lennéviertel
  • Merseburg: Merseburg-Meuschau, Geusa
  • Naumburg: Bürgergartenviertel
  • Oschersleben: Seehäuser Weg, Damaschkeweg
  • Sangerhausen: oberhalb des Krankenhauses
  • Schönebeck: Bad-Salzelmen
  • Staßfurt: Parkstraße, Am Botanischen Garten, Erich-Weinert-Straße
  • Stendal: Stendal Ost
  • Wernigerode: Hochlagen mit Schlossblick
  • Zeitz: Semmelweisstraße, Am Schwanenteich, Acricolastraße, Humboldstraße, Neumarkt, Neumarkstraße, Virchowstraße, Am Kalktor

Der Immobilienverband IVD Mitte-Ost veröffentlicht seit 18 Jahren den Wohnpreisspiegel für Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Werte zeigen den aktuellen Trend der Kaufpreise und Mieten der 280 Mitgliedsunternehmen. Die Angaben geben einen groben Überblick über den Wohnungsmarkt und basieren auf Mittelwerten.

Bei der Ermittlung der Mieten und Kaufpreise für Eigentumswohnungen ist der IVD von Dreizimmerwohnungen mit einer Wohnfläche von knapp 75 Quadratmetern ausgegangen.