Migrationsbeauftragte: Familienzusammenführungen erleichtern

Von dpa

Magdeburg/Erfurt - Familienzusammenführungen von Geflüchteten müssen aus Sicht der Migrationsbeauftragten der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Petra Albert, erleichtert werden. „Dringend braucht es Verbesserungen beim Familiennachzug. Es kann nicht sein, dass Menschen trotz Rechtsanspruchs jahrelang warten müssen, bis sie ihre Liebsten endlich wieder in die Arme schließen können und sie in Sicherheit wissen“, erklärte Albert am Freitag anlässlich des Weltflüchtlingstages am Sonntag. Zu erheblichen Verzögerungen komme es insbesondere bei Familienzusammenführungen von Angehörigen aus Griechenland, ebenso von außerhalb der EU. Die Zusammenführungen seien wichtig für die Integration.

Flüchtlinge, die nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt wurden, haben den Angaben zufolge einen Rechtsanspruch auf Familiennachzug. Diejenigen, die nur subsidiären Schutz bekommen, weil sie zum Beispiel aufgrund des Krieges in Syrien geflohen sind, aber nicht individuell verfolgt werden, hätten seit dem 1. August 2018 keinen Rechtsanspruch mehr. Seither dürften bis zu 1000 Familienangehörige pro Monat von subsidiär Schutzberechtigten im Rahmen eines Kontingentes einreisen. Gegenwärtig werde dieses Kontingent nicht ausgeschöpft, hieß es in der Mitteilung weiter.