Plötzkau (muß) l Bei einem Unfall zwischen zwei Lkw und einem Kleintransporter in der Nacht zum Freitag ist auf der Autobahn 14 zwischen Leipzig und Magdeburg ein Mann schwer verletzt worden. Er war nach bisherigen Ermittlungen laut Polizei mit seinem Lastwagen auf ein Stauende aufgefahren. Der stehende Laster wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einen Kleintransporter mit Anhänger geschoben. Bei dem Unfall ging der Sattelzug des Unfallverursachers in Flammen auf und brannte vollständig aus. Der Fahrer wurde in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht.

Zurvor hatte sich nahe dem Rastplatz Saaleaue am Donnerstagabend in Richtung Leipzig ein Stau gebildet. Grund war eine Baustelle. „Der Stau begann sich aufzulösen. Ich wollte gerade losfahren, als es knallte. Wir flogen mindestens fünf Meter nach vorne. Es dauerte keine fünf Minuten und der aufgefahrene Lkw brannte lichterloh", schildert Fahrer Adolf Degen den Unfallhergang. Er blieb unverletzt.

„Der Lkw hatte verschiedene Materialien geladen - wie Waschmaschinen und Autoteile", so Alexander Weimann von der Feuerwehr Plötzkau. Der Einsatzleiter weiter: „Der Lkw war bei unserem Eintreffen bereits im Vollbrand. Wir hatten auf der Autobahn Schwierigkeiten mit der Löschwasserversorgung, deshalb haben wir sofort weitere Kräfte und Mittel angefordert." Schnell rückten Löschfahrzeuge aus Güsten, Bernburg, Könnern und Peißen nach. Das vorbildliche Verhalten alles Verkehrsteilnehmer im Stau sorgte dafür, dass alle Kräfte problemlos nachrücken konnten. „Die Rettungsgasse war sehr gut", so Weimann. Während der Löscharbeiten musste die A14 in beide Richtungen für etwa 3 Stunden voll gesperrt werden.

Die Sperrung der Richtungsfahrbahn Magdeburg konnte gegen 23.00 Uhr aufgehoben werden. Die Richtungsfahrbahn Leipzig bleibt bis auf weiteres wegen der Bergungsmaßnahmen voll gesperrt. Die Fahrbahn wurde durch den Brand stark beschädigt. Erst nach der Bergung der verunfallten Fahrzeuge kann entschieden werden, ob und welche Reparaturmaßnahmen erforderlich sind. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Vollsperrung bis mindestens Sonnabend.