Prozessionsspinner: Kommunen können mit Landeshilfe planen
Magdeburg (dpa/sa) - Das Sozialministerium in Sachsen-Anhalt stellt zwei Millionen Euro für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners bereit, um Gesundheitsgefahren etwa auf Spiel- und Sportplätzen abzuwenden. Die betroffenen Kommunen sollen damit unterstützt werden, erklärte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag in Magdeburg. Das Land ermögliche, dass befallene Flächen mit Bioziden behandelt und Nester abgesaugt werden können.
Ziel sei, in der kommenden Saison zügig mit der Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner zu beginnen. Teils seien europaweite Ausschreibungen schon ab Oktober nötig. Die Kommunen könnten nun planen. Grimm-Benne geht davon aus, dass die Bekämpfung mehr als ein Jahr in Anspruch nimmt und weitere Mittel wohl auch im Haushalt für 2020/2021 eingestellt werden müssen.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling. Seine Raupen leben in Nestern an Eichenbäumen. Sie bilden giftige Härchen aus, die bei Berührung zu allergischen Reaktionen und Juckreiz führen können. Für die Bekämpfung des Schädlings in den Wäldern ist das Umweltministerium zuständig, für die anderen Bereiche die Kommunen. Mehrere von ihnen hatten aber zuletzt signalisiert, dass sie das nicht allein schaffen.