Magdeburg l Nach der Prügelattacke in einer Straßenbahn in Magdeburg ist mit einer zügigen Anklageerhebung zu rechnen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Magdeburg, Frank Baumgarten, sagte am Donnerstag auf Volksstimme-Anfrage, derzeit  würden noch Zeugen vernommen. „Ich gehe aber davon aus, dass wir in den nächsten Wochen Anklage erheben können."

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Laut Baumgarten droht dem mutmaßlichen Täter eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.

Am Gründonnerstag hatte ein polizeibekannter Wiederholungstäter eine 18-jährige Gymnasiastin und einen 28-jährigen Medizinstudenten in der Bahn angegriffen und schwer verletzt. Die Polizei sah zunächst keine  Haftgründe für den 34-jährigen Syrer. Sie brachte ihn in die Psychiatrie, aus der sich der Schläger am Tag danach selbst entließ.

Erst als die Familie der Abiturientin nachhakte und die Verletzungen der beiden Opfer als „potenziell lebensbedrohlich" eingestuft wurden, verhaftete die Polizei den Syrer acht Tage nach der brutalen Tat.