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QUADRIGA 2024 Verkehrsbehinderungen durch Bundeswehr: Staugefahr Anfang April in Sachsen-Anhalt

Autofahrer aufgepasst: Schon seit März kann es aufgrund von Bundeswehr-Übungen im Zusammenhang mit dem Nato-Manöver "Steadfast Defender" zu Verkehrsbehinderungen in Sachsen-Anhalt kommen. Wo Vorsicht geboten ist.

Von DUR/eb Aktualisiert: 09.04.2024, 10:45
Bundeswehr-Fahrzeuge sind in Sachsen-Anhalt unter anderem auf der Autobahn 2 bei Magdeburg unterwegs.
Bundeswehr-Fahrzeuge sind in Sachsen-Anhalt unter anderem auf der Autobahn 2 bei Magdeburg unterwegs. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Magdeburg/Halle (Saale). - Achtung: Militär-Übungen sorgen im April und darüber hinaus für Verkehrsbehinderungen in Sachsen-Anhalt.

Wochenlang konnte es aufgrund einer Übung im Gefechtsübungszentrum Heer in der Colbitz-Letzlinger Heide rund um das Areal zu Verkehrsbehinderungen kommen. Über 1.500 Soldaten aus dem Panzerbataillon 393 (Bad Frankenhausen/ Thüringen) übten gemeinsam mit Kräften des Panzergrenadierbataillons 371 „Marienberger Jäger“ in der Altmark.

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In die Übung war auch das Aufklärungsbataillon 13 (Gotha/ Thüringen) eingebunden. Die Übung "Wettiner Schwert 2024" der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" ist Teil der Übungsserie Quadriga. Über 250 Fahrzeuge waren daran beteiligt. Darunter 50 Kampf- und Schützenpanzer

In Deutschland werden die Übungen im Zusammenhang mit "Steadfast Defender" unter dem Begriff "Quadriga 2024" zusammengefasst.

Dennoch droht auch in den kommenden Wochen rund um die Truppenübungsplätze im Land Staugefahr.

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Bundeswehr-Übung "Wettiner Schwert" kann für Stau in Sachsen-Anhalt sorgen

Zudem kommt es generell laut Landeskommando auf Bundesstraßen 188 und 189 sowie der Kreisstraße 1142 zu möglichen Behinderungen.

Bundeswehr-Kolonnen wegen Quadriga und Steadfast Defender der Nato unterwegs

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"Dem Bundesland Sachsen-Anhalt kommt aufgrund seiner Binnenlage im Bereich des Autobahnverkehrs eine besondere Bedeutung zu. Grundsätzlich nutzen viele Kolonnen, deren Destination im Bereich Polen und Litauen liegt, das Autobahnkreuz Magdeburg", heißt es auf Nachfrage von Seiten eines Sprechers der Bundeswehr.

Dies werde erneut ab etwa Mitte April vermehrt der Fall sein, ebenso Anfang Juni aufgrund der Rückfahrt. "Ebenfalls von Bedeutung ist das Gefechtsübungszentrum in der Letzlinger Heide, das einige Teile der Übungstruppen im Rahmen ihrer eigenen Ausbildung und Zertifizierung ansteuern", so der Bundeswehr-Sprecher weiter.

Dort üben derzeit Soldaten aus Norwegen, Tschechien und Deutschland, gemeinsam den fiktiven Ort Schnöggersburg einzunehmen. Dabei werden Einsätze für den Ernstfall trainiert, wie zum Beispiel der Kampf im urbanen Gebiet.

Die Soldaten konzentrieren sich dabei unter anderem darauf, die Logistik des fiktiven Feindes nicht mehr nutzbar zu machen. Geübt wird dies am Beispiel der Einnahme eines Bahnhofs. Bei der Übung achte man besonders darauf, wie jede Armee agiert, sich organisiert und kommuniziert. 

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Das "Territoriale Führungskommando" bittet die Verkehrsteilnehmer generell bei Kolonnen der Bundeswehr auf der Autobahn um möglichst großen Abstand zu den Fahrzeugen. Aus Sicherheitsgründen sollte zudem nicht zwischen einzelnen Fahrzeugen der Kolonne eingeschert werden. Wenn überholt werden müsse, dann "in einem Zug".

Im Rahmen der Nato-Übung sollen in den kommenden Monaten immer wieder deutsche und internationale Soldaten Sachsen-Anhalt durchqueren.

Quadriga und Steadfast Defender: Sachsen-Anhalts Autobahnen betroffen

Insgesamt rund 90.000 Soldatinnen und Soldaten aller Nato-Mitgliedsstaaten sowie aus Schweden sollen an der Übung namens „Steadfast Defender“ (etwa „Standhafter Verteidiger“) teilnehmen, wie ein Sprecher der Bundeswehr mitteilte. Über Beeinträchtigungen im Verkehr werde die Bundeswehr kurzfristig informieren, hieß es.

Zudem kommt es besonders in der Altmark rund um den Truppenübungsplatz bei Letzlingen zu Verkehrsbehinderungen durch Konvois, so ein Sprecher des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr.