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Gesetzlicher FeiertagOstermontag: Was gefeiert wird und welche Bräuche es gibt

Der Ostermontag ist der letzte Tag von Ostern, das die Auferstehung des christlichen Messias Jesus Christus feiert. Er ist ein gesetzlicher Feiertag, der von den jeweiligen Ländern festgelegt wird. Ihm kommen in unterschiedlichen Teilen der Welt verschiedene Bedeutungen zu.

Von Sophie Weinmann Aktualisiert: 16.01.2024, 08:35
An Ostern wird im christlichen Glauben die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert.
An Ostern wird im christlichen Glauben die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert. Simbolbild: IMAGO / Christian Ohde

Halle (Saale) - Christen feiern an Ostern die Auferstehung von Jesus Christus. Dieser wurde laut biblischem Kanon gekreuzigt und daraufhin von seinen Anhängern begraben. Für Gläubige stellt die Auferstehung von Jesus den Sieg über den Tod dar. Der Ostermontag ist der letzte Tag der Osterfeiertage, die sich aus Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag zusammensetzen.

Wann wird der Ostermontag gefeiert?

Der Montag folgt immer auf den Ostersonntag. Er findet immer am Montag nach dem ersten Vollmond im Frühling - dem Frühlingsbeginn am 21. März - statt. 2024 ist der Ostermontag am 1. April.

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Was wird am Ostermontag gefeiert?

Der Ostermontag ist der letzte Tag der Osterfeiertage. An diesem Tag wird wie am Ostersonntag auch die Auferstehung des christlichen Messias Jesus Christus gefeiert.

Dem Lukasevangelium nach machten sich zwei Jünger von Jesus auf in ein Dorf namens Emmaus. Während ihrer Reise trafen sie auf Jesus, den sie erst nach einer Weile erkannten. Die beiden Männer verbreiteten die Nachricht vom auferstandenen Messias unter den anderen Jüngern. 

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Ist der Ostermontag ein gesetzlicher Feiertag?

Der Ostermontag ist ein gesetzlicher Feiertag. Wie fast alle anderen Feiertage in Deutschland untersteht er der Entscheidungshoheit der einzelnen Länder. Dennoch ist er bundesweit ein gesetzlicher Feiertag.

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Ist am Ostermontag frei?

Arbeitnehmer, Schüler und Kindergartenkinder haben am Ostermontag generell frei. Es gibt einige Ausnahmen, diese betreffen aber hauptsächlich Arbeitnehmer im Gesundheitswesen, Notdiensten und der Gastronomie. Das bedeutet, dass auch Geschäfte und Supermärkte geschlossen haben. 

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Welche Bräuche gibt es zum Ostermontag?

Einer der Bräuche zum Ostermontag ist es, einen Spaziergang zu machen. Dieser ist teils als "Emmausgang" mit Gebeten oder Gesang verbunden. 

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Im Süden Bayerns und Österreich sind Pferdewallfahrten üblich, auch Georgiritte genannt. Dabei gibt es einen Zug aus verschiedenen Gruppierungen zur Kirche eines Ortes. Mit von der Partie sind dabei meist auch die örtliche Musikkappelle und historische Gruppen.

Je nach Region bzw. Ortschaften gibt es Bräuche, die sich stark unterscheiden oder herausstechen. In Remlingen in Franken in Bayern gibt es beispielsweise jedes Jahr am Ostermontag einen Eierlauf.

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In Rom betet der Papst der katholischen Kirche vom Balkon des Petersdoms aus das Mariengebet.

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In dem Theaterstück "Faust - der Tragödie erster Teil" von Johann Wolfgang von Goethe kommt auch ein macht der gleichnamige Hauptcharakter einen Osterspaziergang mit einem Freund. Den beiden Männern folgt ein schwarzer Pudel, in den sich Mephisto - den oder einen Teufel - verwandelt hat.