Sachsen-Anhalt

Abellio fordert 100 Millionen - sonst droht die Insolvenz

Die Niederlande erhöht den Druck im Streit auf die Nachzahlungen. Droht Abellio nun die Insolvenz?

Von Von Jens Schmidt
Abellio hat sich verschätzt - nun droht die Insolvenz. Foto:
Abellio hat sich verschätzt - nun droht die Insolvenz. Foto: Imago

Magdeburg - Die Niederlande erhöht den Druck im Streit um Nachzahlungen an das Bahnunternehmen Abellio. Die niederländische Bahntochter fordert etwa 100 Millionen Euro, andernfalls droht Insolvenz.

Abellio fährt in Sachsen-Anhalt mehrere Nachverkehrslinien – vor allem im Norden des Landes. Sachsen-Anhalt lehnte Nachzahlungen bislang ab. Abellio hat auch in anderen Bundesländern Probleme.

Um den Druck zu erhöhen, hat der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra jetzt an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geschrieben: „Intensive Gespräche mit den regionalen Aufgabenträgern haben bisher nicht zu einer Anpassung er langfristigen Verkehrsverträge und einer angemessenen Kompensation geführt. Diese Mehrkosten gefährden nun die Fortführung eines qualitativ hochwertigen Schienenpersonennahverkehrs.“

Abellio hatte die Ausschreibung für den Betrieb von Linien in Sachsen-Anhalt gewonnen, hatte sich dabei aber offenkundig verkalkuliert.