Marktanteile gehalten

Bauspargeschäft der LBS Ost zieht wieder an

Potsdam (ddp). Die LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse AG verzeichnet in den ersten fünf Monaten 2010 "eine nachhaltige Erholung des Bauspargeschäfts". Gegenüber dem Vorjahr sei die Bausparsumme um mehr als ein Viertel und die Zahl der Verträge um rund ein Fünftel gestiegen, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Schäfer gestern auf der Jahrespressekonferenz in Potsdam. Die durchschnittliche Bausparsumme sei von rund 17 100 Euro im Jahr 2008 über 19 500 Euro im Vorjahr auf jetzt knapp 20 000 Euro gestiegen.

Der bisherige Geschäftsverlauf stimme optimistisch, sagte Schäfer. Die "Irritationen" bei den Kunden durch die dauerhafte Zweckbindung der Wohnungsbauprämie seit Anfang 2009 seien abgebaut und auch die Wohn-Riesterförderung sei im Markt angekommen. Höhere Regelsparraten im Neugeschäft bestätigten, dass Bausparen in der Finanzmarktkrise seine Attraktivität als sichere Sparform ausgebaut habe.

2009 habe die LBS Ost in einem insgesamt rückläufigen Bausparmarkt ihre Marktanteile im Geschäftsgebiet Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen gehalten, sagte Schäfer. Mit 41,6 Prozent sei sie mit großem Abstand der führende Anbieter von Bausparprodukten in Ostdeutschland.

Das Neugeschäft habe insgesamt mit 3,1 Milliarden Euro Bausparsumme aus 159 000 vermittelten Verträgen "auf dem gewohnt hohen Niveau der Vorjahre" gelegen. Das Minus gegenüber dem "Ausnahmejahr" 2008 von 31,2 Prozent bei den Verträgen und 21,5 Prozent bei der Bausparsumme sei ausschließlich auf die seit 2009 geltenden Regeln zur dauerhaften Zweckbindung der Wohnungsbauprämie zurückzuführen. Diese hätten 2008 "wesentliche Vorzieheffekte" im Bauspargeschäft bewirkt.