Kommentar

Eine ganz bittere Nachricht für Magdeburg - Kommentar zum Stellenabbau bei FAM

Beim traditionsreichen Anlagenbauer FAM in Magdeburg fallen zahlreiche Stellen weg. Eine bittere Nachricht für Magdeburg und die ganze Region.

Von Gert Glowinski
Stahlbauschlosser arbeiten in der Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH (FAM) am Rohbau eines Steinbrechers (Foto vom 06.03.2008). Archivfoto: dpa
Stahlbauschlosser arbeiten in der Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH (FAM) am Rohbau eines Steinbrechers (Foto vom 06.03.2008). Archivfoto: dpa | Jens Wolf

Gerade die wichtigen Industriearbeitsplätze werden in der Region gebraucht. Ist die Sanierung der Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen GmbH gescheitert?

Wahrscheinlich ist, dass die Neuausrichtung der FAM viel früher hätte erfolgen müssen. Das Unternehmen war auch schon vor der Pandemie angeschlagen und in Teilen nicht wettbewerbsfähig. Corona wirkte wie ein Katalysator und hat dem Anlagenbauer weiter geschadet, weil sich in der Rohstoff-Branche die Unternehmen mit Investitionen sehr zurückgehalten haben.

Was die Ankündigung der Geschäftsführung, den Standort Magdeburg als „Kraftzentrum“ weiterzuführen, wert ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Für die Landeshauptstadt ist FAM von großer Bedeutung – auch psychologisch.

Zu frisch sind die Erinnerungen an ehemals große Firmen, die es heute nicht mehr gibt. Wirtschaft