BA-Statistik

Einkommen in Sachsen-Anhalt steigen leicht

Die Löhne in Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr um zwei Prozent gestiegen. Ein Dämpfer: Corona. Wo die Beschäftigten am meisten verdienen.

Von Massimo Rogacki
Sachsen-Anhalter hatten 2020 etwas mehr im Portemonnaie.
Sachsen-Anhalter hatten 2020 etwas mehr im Portemonnaie. dpa

Magdeburg - 2754 Euro - so viel hatten Vollzeitbeschäftigte in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr im Schnitt in der Lohntüte. Das mittlere Einkommen stieg gegenüber 2019 (2702 Euro) um zwei Prozent. In den beiden Jahren zuvor hatte der Zuwachs noch je vier Prozent betragen. Das zeigt die neue Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Die Bruttoentgelte im Land liegen weiter unter dem gesamtdeutschen Schnitt von 3427 Euro, dafür fällt der Zuwachs mit zwei Prozent stärker aus als im Bundesschnitt (0,8 Prozent). Negativ auf die Lohnentwicklung hat sich Corona ausgewirkt. „Jeder achte Beschäftigte war zu Hochzeiten in Kurzarbeit“, sagt Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der BA. Nur im öffentlichen Dienst und im Gesundheits- und Pflegebereich blieben die Entgelte stabil. Im Lockdown wurde in diesen Branchen weitergearbeitet, Kurzarbeit war kaum Thema.

Bestverdiener sind Mediziner

Bestverdiener im Land sind Zahn- und Humanmediziner mit 6391 Euro. Es folgen Lehrer an allgemeinbildenden Schulen mit 5653 Euro. Am wenigsten wird in der Gastronomie (1708 Euro) und in Berufen der Körperpflege (etwa Friseure und Kosmetiker, 1470 Euro) gezahlt. Frauen haben weiterhin etwas mehr im Portemonnaie als Männer. Sie verdienten im Schnitt 2795 Euro. Bei den Männern waren es 2737 Euro.

Auch regional gibt es bei den Entgelten Unterschiede. Am meisten verdienen Beschäftigte in Halle mit 3080 Euro. Auf Platz zwei: Magdeburg mit 3035 Euro. Schlusslicht: Beschäftigte im Altmarkkreis Salzwedel mit durchschnittlich 2534 Euro.