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Sachsen-Anhalt Vorletzter in Länder-Ranking zu Digitalisierung

Sachsen-Anhalt liegt trotz Fortschritten wie schon vor zwei Jahren auf dem vorletzten Platz im Länder-Ranking zum Thema Digitalisierung.

Von dpa
Sachsen-Anhalt hinkt bei der Digitalisierung hinterher. Foto: Britta Pedersen/dpa
Sachsen-Anhalt hinkt bei der Digitalisierung hinterher. Foto: Britta Pedersen/dpa dpa-Zentralbild

Berlin. Sachsen-Anhalt ist bei der Digitalisierung in den vergangenen zwei Jahren zwar voran gekommen - hinkt aber noch immer hinter den meisten anderen Bundesländern hinterher. Im Digital-Index, den das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme am Donnerstag veröffentlichte, liegt Sachsen-Anhalt trotz Fortschritten wie schon vor zwei Jahren auf dem vorletzten Platz. Nur in Mecklenburg-Vorpommern sah das Institut die Digitalisierung auf einem noch niedrigeren Stand.

Für den Index schauen sich die Forscherinnen und Forscher unter anderem die Infrastruktur an, Online-Angebote der Kommunen sowie Forschungsförderung und Ausbildungsmöglichkeiten für IT-Fachkräfte. Am weitesten sind demnach die Stadtstaaten Hamburg und Berlin bei der Digitalisierung vorangekommen. Die fünf ostdeutschen Bundesländer belegen hingegen die letzten fünf Ränge.

Ein starkes Wachstum zeigt sich in den vergangenen zwei Jahren insgesamt bei der Anzahl der IT-Beschäftigten. Dem Bericht zufolge nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten IT-Fachkräfte um 13 Prozent zu - gegenüber drei Prozent Wachstum bei allen Beschäftigten. Auch die Durchschnittsgehälter für IT-Beschäftigte stiegen im Beobachtungszeitraum.

Bei den kommunalen Dienstleistungen gab es zuletzt vor allem bei der Kfz-Anmeldung Fortschritte. Laut Index ist die Online-Anmeldung eines Fahrzeugs inzwischen in fast der Hälfte der für den Bericht untersuchten Kommunen möglich. Zwei Jahre zuvor war das erst in etwas mehr als jeder zehnten Kommune der Fall. Eine Baugenehmigung kann dagegen bis heute nur in vier Prozent der Kommunen online beantragt werden. Das könnte sich nun Einschätzung der Forscher allerdings demnächst ändern: Denn seit Beginn dieses Jahres steht im Landkreis Nordwestmecklenburg ein Online-Bauantrag als volldigitaler Prozess zur Verfügung. Dieser könnte nach dem Prinzip „Einer für Alle“ demnächst von anderen Kommunen übernommen werden.