Galeria Karstadt Kaufhof

Was wird aus Warenhäusern in Sachsen-Anhalt?

Wie es in Magdeburg und Halle weitergeht, ist noch unklar. Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof baut ihre Filialen massiv um.

Von Massimo Rogacki
 Der traditionsreiche Name Karstadt dürfte bald auch aus der Magdeburger Innenstadt verschwinden.
Der traditionsreiche Name Karstadt dürfte bald auch aus der Magdeburger Innenstadt verschwinden. Foto: imago

Magdeburg - Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will sich neu aufstellen. 50 bis 60 der 131 Häuser sollen umgebaut werden, die übrigen zumindest teilweise. Investiert werden sollen in den kommenden drei bis vier Jahren rund 600 Millionen Euro. Das kündigte Galeria-Chef Miguel Müllenbach in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ an.

Zu den Plänen für das Karstadt-Haus in Magdeburg und den Kaufhof in Halle äußerte sich das Unternehmen am Montag auf Anfrage nicht. Im Januar erst war die Karstadt-Filiale in Dessau geschlossen worden.

Traditionsreiche Namen verschwinden wohl

Künftig soll es drei Typen von Warenhäusern geben: Weltstadthaus, regionaler Magnet und lokales Forum. Vorbild sind drei Pilotfilialen in Frankfurt am Main, Kassel und Kleve. Das Konzept sieht eine reduzierte Verkaufsfläche vor und mehr Platz für Serviceangebote, etwa Paketschalter oder städtische Bürgerdienste.

Die traditionsreichen Namen Karstadt und Kaufhof dürften bald der Vergangenheit angehören. Man wolle ein Unternehmen mit einer Marke sein, signalisierte der Konzernchef. Die Internet-Auftritte sind bereits unter Galeria.de vereint.

Durch Schließungen in der Corona-Zeit hatte der Konzern laut Müllenbach 1,8 Milliarden Euro an Umsatz verloren. Derzeit verhandelt das Unternehmen mit dem Staat über einen zweiten Kredit.