Wie haben sich die großen Branchen im vergangenen Jahr entwickelt?

Industrie bleibt Motor des Aufschwungs: Die Stimmung in der Industrie blieb überdurchschnittlich gut, so dass von der Branche weiterhin positive Impulse für die Gesamtwirtschaft ausgingen. Die optimistischen Exporterwartungen der Unternehmen wurden gegen Jahresende 2011 gestützt durch wieder anziehende Auftragseingänge aus dem Ausland. In der Folge blieben auch die Investitions- und Beschäftigungspläne auf Expansion ausgerichtet.

Baugewerbe boomt durch Sondereffekte: Das Baugewerbe in Sachsen-Anhalt profitierte frühzeitig nach der Krise von öffentlichen Konjunkturpaketen. Das allmähliche Auslaufen dieser Aufträge konnte weitgehend kompensiert werden durch anziehende Aufträge aus dem traditionell eher schwachen privaten Wohnungsbau: Angesichts massiv gestiegener Inflationssorgen bei gleichzeitig niedrigen Zinsen investierten Privatleute verstärkt in "Betongold".

Handel profitiert: Der Handel konnte stark vom guten Konsumklima profitieren, das sich nicht zuletzt infolge sinkender Arbeitslosigkeit einstellte.

Dienstleistungsgewerbe entwickelt sich stabil: Im Dienstleistungsgewerbe lag die Stimmung stabil auf hohem Niveau. Verantwortlich dafür waren sehr gute Lagebeurteilungen.

Verkehrsgewerbe von hohen Kraftstoffpreisen verunsichert: Das Verkehrsgewerbe ist die einzige Branche, in der sich das Geschäftsklima im Verlauf des Jahres 2011 deutlich eintrübte und im vierten Quartal 2011 sogar auf ein leicht negatives Niveau von minus 2,9 Punkten absackte. Verantwortlich für diesen Stimmungsabschwung war vor allem ein enormer Kostendruck, der durch steigende Preise für Kraftstoff und Energie verursacht wird. Quelle: IHK