verschuldung

Wie steht es um die Finanzen der Kommunen in Sachsen-Anhalt?

Der Landesrechnungshof hat einen prüfenden Blick auf die Kommunalfinanzen geworfen. Die Ergebnisse stellt Landesrechnungshofpräsident Kay Barthel vor.

Ein Blick auf die Stadt Merseburg mit dem Merseburger Dom und der Saale. Der Landesrechnungshof hat einen genauen Blick auf die Kommunalfinanzen der Stadt geworfen. Dieses Mal hat er unter anderem bei der Stadt Merseburg im Saalekreis geprüft. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Blick auf die Stadt Merseburg mit dem Merseburger Dom und der Saale. Der Landesrechnungshof hat einen genauen Blick auf die Kommunalfinanzen der Stadt geworfen. Dieses Mal hat er unter anderem bei der Stadt Merseburg im Saalekreis geprüft. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild ZB

Magdeburg (dpa) - Der Landesrechnungshof Sachsen-Anhalt sieht die Kommunen im Land bislang ausreichend finanziert. Die Landkreise, Gemeinden und kreisfreien Städte hätten im Jahr 2020 während der Corona-Zeit sogar Schulden in Höhe von 68 Millionen Euro abbauen können, sagte Landesrechnungshofpräsident Kay Barthel am Freitag in Magdeburg.

Die Gesamtverschuldung der kommunalen Familie sei damit auf 2,637 Milliarden Euro gesunken. Im gleichen Zeitraum sei der Schuldenstand des Landes um 779 Millionen Euro auf nunmehr fast 21 Milliarden Euro gestiegen.

Man muss von dem Mantra "höher, weiter, schneller" weg

Landesrechnungshofpräsident Kay Barthel

Barthel sagte, perspektivisch sollte der Finanzausgleich zugunsten der Kommunen nicht grundsätzlich stetig weiter steigen. "Man muss von dem Mantra "höher, weiter, schneller" weg", sagte Barthel mit Blick auf die rückläufige Bevölkerungsentwicklung. Die Kommunen sehen ihre Kassen als dauerhaft zu knapp an.