Weinlese

Winzer in Sachsen-Anhalt ernten erste Trauben für Federweißen

Die Winzervereinigung Freyburg (Unstrut) begann am gleichen Tag mit der Lese der Trauben für den Federweißen. 
Die Winzervereinigung Freyburg (Unstrut) begann am gleichen Tag mit der Lese der Trauben für den Federweißen.  Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/ZB

Zscheiplitz (dpa) - Die ersten frühreifen Trauben in Sachsen-Anhalt sind gelesen. Die Winzer des Weinanbaugebietes begannen am Mittwochmorgen mit der Ernte der Rebsorte Solaris für den Federweißen. "Etwa 4000 Kilogramm kamen deshalb schon heute (...) vom Stock", sagte ein Sprecher der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut am Mittwoch. Die Reben dieser Sorte seien laut Verband "meist schon vor ihren Rebenkollegen reif".

Das Ernten der "süßen und prallen" Beeren komme einer Generalprobe vor der Hauptlese gleich, sagte der Sprecher. Diese beginne bei Sachsen-Anhalts Winzern in diesem Jahr voraussichtlich Ende September und damit etwas später als im vergangenen Jahr. Noch sei der Wein wegen des kalten und regnerischen Wetters etwas hinterher, so der Sprecher. Laut Verband ist für den Weinbau ein gesunder Mix aus Sonne und Regen, Wärme und Feuchtigkeit sehr wichtig.

Das gut 1000 Jahre alte Anbaugebiet erstreckt sich heute auf rund 800 Hektar Fläche mit terrassenförmigen Weinbergen vom Süden Sachsen-Anhalts bis nach Thüringen. Saale-Unstrut gehört zu den kleinen unter den 13 Anbaugebieten von Qualitätswein in Deutschland. Typisch für die Region sind trockene Weiß- und Rotweine wie Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Silvaner, Riesling, Portugieser und Dornfelder.