Sachsen-Anhalt halbiert Plätze für ankommende Asylbewerber
Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat die Plätze für die Erstaufnahme ankommender Asylbewerber halbiert. Derzeit gebe es noch knapp 1940, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit. Ende 2016 seien noch 4050 Plätze verfügbar gewesen. Das Land spare so jährlich mehr als 20 Millionen Euro.
Sachsen-Anhalt hatte im Herbst 2015 wegen der großen Zahl an Zuwanderern binnen kurzer Zeit mehrere Immobilien zur Flüchtlingsunterbringung angemietet. Weil seit 2016 deutlich weniger Asylbewerber kommen, soll es künftig nur noch zwei Einrichtungen geben: Die seit Jahren existierende Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung in Halberstadt und ihre künftige Außenstelle in Stendal. Bis 2020 soll dort eine ehemalige Bundeswehrkaserne für 30 Millionen Euro umgebaut werden.