Sachsen-Anhalt will rund 2500 Polizisten impfen

Klaus-Dietmar Gabbert
Klaus-Dietmar Gabbert dpa-Zentralbild

Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sollen Hunderte Polizistinnen und Polizisten zeitnah gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Landesregierung habe sich darauf geeinigt, dass besonders gefährdete Ordnungskräfte direkt vom polizeiärztlichen Dienst versorgt werden, sagte Innenminister Michael Richter (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung der Deutschen Presse-Agentur. Geplant sei, bis zu 2500 Polizistinnen und Polizisten eine Schutzimpfung anzubieten. Derzeit werde an einer entsprechenden Prioritätsliste gearbeitet, die infrage kommende Einsatzbereiche festlegt.

Laut Bundesimpfverordnung sind all jene Polizeikräfte bei der Impfreihenfolge an zweithöchster Stelle, die beispielsweise Demonstrationen absichern und einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. In Sachsen-Anhalt beträfe das vor allem die Landesbereitschaftspolizei sowie mobile Einsatzteams der Inspektionen.

Innenminister Richter hatte am Montag dafür geworben, allen mehr als 6000 Polizisten unabhängig vom Einsatzbereich bevorzugt eine Schutzimpfung anzubieten. In anderen Bundesländern, etwa in Berlin, wird das bereits so gehandhabt.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) lehnt ein Impfangebot für alle Polizisten und Lehrerinnen unabhängig vom Einsatzbereich bisher ab und verweist auf die vielen anderen Impfberechtigten in den beiden höchsten Prioritätsgruppen.

Innenminister Richter zeigte sich mit der jetzigen Einigung zufrieden. "Es ist ein Anfang", sagte er. "Und es ist gut, dass die Polizei die Impfungen selbst machen kann. Damit entlasten wir auch die Impfzentren der Kommunen."

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