Statistik: Weniger Insolvenzen in Sachsen-Anhalt im November

Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind weniger Insolvenzen registriert worden also vor einem Jahr. Im November wurden bei den zuständigen Amtsgerichten rund 160 Verfahren angemeldet, wie das Statistische Landesamt am Montag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Das sei gut ein Drittel weniger als im Vorjahresmonat.

Den Großteil machten dabei mit 115 Fällen Privatinsolvenzen von Verbrauchern aus. Den größten Rückgang gab es hingegen bei der Zahl der Firmenpleiten: Im November meldeten 18 Unternehmen Insolvenz an, das waren halb so viele wie im Vorjahresmonat. Parallel dazu sank die Zahl der betroffenen Jobs um mehr als 80 Prozent auf 63.

Zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hatte die Bundesregierung wegen der nicht absehbaren Folgen für die Wirtschaft die strengen Anmeldepflichten für Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung ausgesetzt. Seit Oktober sind die Regeln größtenteils wieder in Kraft. Nur für überschuldete Betriebe, die noch auf die Auszahlung von staatlichen Corona-Hilfen warten, gilt bis Ende Januar eine Schonfrist. Experten rechnen damit, dass die Zahl der Insolvenzen in den kommenden Monaten wieder leicht steigen wird.

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) konnte in seinem jüngsten Insolvenztrend aufzeigen, dass die Rückkehr zur Antragspflicht die Zahl der tatsächlich eröffneten Insolvenzverfahren gegen Unternehmen im Dezember wieder auf das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Krise gehoben hat.

Mitteilung des Statistischen Landesamts

Mitteilung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle zum Insolvenztrend im Dezember