Stromleitung von Vieselbach nach Pulgar soll ersetzt werden

Bad Sulza (dpa/th) - Die Stromleitung zwischen den Umspannwerken Pulgar bei Leipzig und Vieselbach bei Erfurt soll bis 2024 fitgemacht werden für eine größere Übertragungskapazität. Geplant sei ein etwa 100 Kilometer langer Ersatzneubau der bestehenden 380-kV-Freileitung durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, teilte die Bundesnetzagentur am Freitag mit. Die Teilstücke sollen von Pulgar (Sachsen) nach Geußnitz (Sachsen-Anhalt) und von dort nach Bad Sulza (Thüringen) führen - innerhalb Thüringens dann von Bad Sulza nach Vieselbach. Bauherr ist der Netzbetreiber 50Hertz. Die Vorbereitungen für das Projekt sind den Angaben zufolge bereits im Gange.

Für den rund 42 Kilometer langen Abschnitt zwischen Geußnitz und Bad Sulza legte die Bundesnetzagentur am Freitag einen Trassenkorridor fest, der sich an der bereits bestehenden Leitung orientiert. Der genaue Verlauf werde noch in einem Planfeststellungsverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit bestimmt, hieß es. Vorhandene Masten der bestehenden Leitung sollen teilweise weiter genutzt werden. Für das Teilstück Pulgar-Geußnitz steht der Trassenverlauf bereits fest.

Nach Angaben von 50Hertz soll der Ersatzneubau eine um etwa 40 Prozent höhere Leitungskapazität bringen. Dies sei nötig, um den in Nord- und Ostdeutschland erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien allen Verbrauchern in Deutschland zur Verfügung stellen zu können. Mit Inbetriebnahme der neuen Freileitung voraussichtlich Ende 2023 werde die bisherige Leitung zurückgebaut.

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