Burg (mg/mf) l Der Doppelmörder von Mansfeld hat sich in der Justizvollzugsanstalt Burg am Dienstag das Leben genommen. Der 46-Jährige war 2013 wegen Morden an einem Arzt, einer Rentnerin und einer Bekannten aus der Schweiz zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilt worden. JVA-Beamte fanden den Verurteilten am Dienstagamittag leblos auf seinem Zellenbett liegen, teilt das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt mit. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Ein in der JVA-Zelle gefundener Abschiedsbrief lege einen Suizid nahe. Der Doppelmörder saß seit 2008 ein.

Gabor S. hatte 2008 erst eine 74-jährige Rentnerin und ihren 63-jährigen Hausarzt getötet. Für den Doppelmord von Mansfeld wurde er zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. 2011 entdeckten Forstarbeiter die Leiche der vermissten Schweizerin Maria K. im Wald bei Saurasen – sein drittes Opfer. Zuletzt soll er Justizbeamte ausgetrickst und sich Kinderpornos über das Computerkabinett heruntergeladen haben. Er galt als der gefährlichste Mörder Sachsen-Anhalts.

Wir verfolgen die Richtlinie, nicht über Suizide zu berichten. In Ausnahmefällen wie diesem erfahren sie durch ihre Umstände aber besondere Aufmerksamkeit. Grund für diese Richtlinie ist die Gefahr der Nachahmung.

Sollten Sie sich betroffen fühlen, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge. Diese erreichen Sie auch unter den kostenlosen Telefonnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Dort erhalten Sie anonym, offen, gratis und ideologiefrei Hilfe.

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