Tarifeinigung im Kfz-Gewerbe: Einmalzahlung und Lohnplus

Von dpa
Das Logo der IG Metall.
Das Logo der IG Metall. Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Magdeburg - Nach der zweiten Verhandlungsrunde steht laut IG Metall ein Tarifkompromiss für die Beschäftigten von Autohändlern und Kfz-Werkstätten in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Gewerkschaft soll es im August zunächst eine Corona-Beihilfe als Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro geben, Azubis erhalten 220 Euro. Im Februar 2022 würden die Tabellenentgelte dann um 2,2 Prozent und die Ausbildungsvergütungen um 60 Euro erhöht, hieß es am Mittwoch nach dem Ende der Verhandlungen in Magdeburg. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende März 2023. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft 4 Prozent mehr Lohn gefordert.

„Die Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben haben die letzten Wochen richtig PS auf die Straße gebracht und sich in großem Maße an Warnstreiks beteiligt“, sagte Verhandlungsführer Markus Wente in Magdeburg. Der Einigung vorausgegangen waren Ausstände im Kfz-Handwerk in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt. Laut IG Metall beteiligten sich über 2700 Menschen aus 67 Betrieben. In beiden Bundesländern arbeiten etwa 52.000 Tarifbeschäftigte in der Branche.

Pandemiebedingte Schließungen hatten manche Kfz-Betriebe 2020 und Anfang 2021 hart getroffen. Andere verdienten relativ gut, vor allem dank des Geschäfts mit Gebraucht- und E-Fahrzeugen. Zuletzt erholte sich auch die allgemeine Nachfrage wieder, die Lage einzelner Firmen unterscheidet sich mitunter aber stark. In Teilen der Branche mangelt es - wie in vielen anderen Handwerksbereichen - auch an Fachkräften.