Teutschenthal/Magdeburg (dpa) l Das Freilager für Abfälle an der wegen des enormen Gestanks bekannt gewordenen Grube Teutschenthal muss stillgelegt werden. Das Landesamt für Geologie und Bergwesen habe der GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG vor rund einer Woche aufgegeben, das Lager binnen sechs Wochen vollständig zu räumen, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit.

Die Stilllegungsanordnung sei aus Sicht des Landes erforderlich, weil die Genehmigung für den Betrieb des Freilagers erloschen sei. Das verstoße gegen die immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen, zudem habe das Unternehmen das Freilager nicht wie gefordert durch eine Halle ersetzt. Zuvor hatte die MDR-Sendung "exakt" darüber berichtet.

In der Grube, in der früher Kalisalz gewonnen wurde, werden heute Industrieabfälle eingelagert. Mit ihnen werden die unterirdischen Hohlräume gefüllt, um Erdsenkungen oder erdbebenartige Erscheinungen zu verhindern. Aus Sicht des Landesbergamts, so das Ministerium, könnten auch alternative Stoffe für das Verfüllen genutzt werden.

Das Ministerium teilte weiter mit, dass das Landesbergamt nicht mit einem Einlagerungsstopp aufgrund der Stilllegungsanordnung rechnet. Das Unternehmen und Mitarbeiter hatten in der Vergangenheit gegen die Stilllegung protestiert, mehr als 180 Arbeitsplätze seien gefährdet.