Magdeburg l In Sachsen-Anhalt hat in den Jahren 2017 und 2018 jede vierte Kontrolle von Schweineställen zu Beanstandungen geführt. Das sagte der Tierschutzbeauftragte des Landes, Marco König, bei der Vorstellung des Tierschutzberichts. Er begründete dies unter anderem mit häufigeren und auch strengeren amtlichen Kontrollen. Zu den festgestellten Mängeln hätten neben fehlerhaftem Betriebsmanagement häufig unzulängliche bauliche Voraussetzungen gehört – zum Beispiel nicht rechtskonforme Kastenstände. In den zurückliegenden beiden Jahren waren insgesamt mehr als 500 Schweinehaltungbetriebe kontrolliert worden.

König betonte, die Schweinehaltung stehe vor „besonderen Herausforderungen“. Der Veränderungsprozess bei der Haltung von Sauen in Kastenständen, beim Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln und beim Verzicht auf das Kupieren der Schwänze verlaufe nicht reibungslos und brauche auch Zeit. „Er ist aber alternativlos“, sagte König.