Halle (dpa) l Wegen des Coronavirus werden Bestattungen derzeit in vielen Regionen im Land anders begangenen als üblich. In einigen Städten seien Trauerhallen und Kapellen derzeit geschlossen, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Hinterbliebenen seien angehalten, an den Gräbern einen größeren Abstand voneinander zu halten, um eine mögliche Verbreitung des gefährlichen Coronavirus zu vermeiden. Sollten Ausgangssperren verhängt werden, müssen Regelungen neu angepasst werden.

In Magdeburg gebe es seit dem 19. März auf den städtischen Friedhöfen keine üblichen Bestattungen mehr. Die Trauerfeierlichkeiten würden zwar "auf unseren Friedhöfen weiterhin stattfinden, aber nicht mehr in den jeweiligen Friedhofskapellen, sondern davor", sagte eine Stadtsprecherin. Hinterbliebene könnten auch am Grab Abschied von den Verstorbenen nehmen. Angaben zu den konfessionell gebundenen Friedhöfen konnten nicht gemacht werden. Für Fragen zur aktuellen Situation habe die Stadt online Informationen bereitgestellt.

Auch in anderen Städten wie Halle, Dessau-Roßlau oder Wernigerode seien die Auswirkungen des Coronavirus zu spüren. "Die Friedhöfe sind geöffnet", sagte die Sprecherin der Stadt Wernigerode. Allerdings könnten Trauerfeiern nur im kleinen Familienkreis direkt am Grab stattfinden. In Halle wurde zudem darauf hingewiesen, dass wie derzeit überall Hygieneregeln und Sicherheitsabstände auch bei den Trauerfeiern beachtet werden müssten.

Auch der Schriftverkehr, der die Beerdigungen betreffe, werde derzeit anders geregelt. "Ortsansässige Bestattungsinstitute in Dessau-Roßlau können die Unterlagen zur Beurkundung der Sterbefälle in den Bürgerbriefkasten einwerfen", teilte die Stadt Dessau-Roßlau online mit. Es gebe tägliche Leerungen der Briefkästen. Auch Sterbeurkunden könnten postalisch zugestellt werden. Alle Bestatter von außerhalb sollen die Unterlagen ebenfalls per Post schicken.