Corona

Im Harz öffnen zwei Hotels wieder - Gäste müssen negativen Coronatest zeigen

Am Freitag (16. April) öffnen zwei Hotels in Sachsen-Anhalt wieder für Gäste. Warum der Hotelier Clemens Ritter von Kempski die Erlaubnis erhalten hat, dass in seinen zwei Hotels in Stolberg (Landkreis Mansfeld-Südharz) Urlauber aus ganz Deutschland einchecken dürfen.

Von Michael Bock
Die Stadt Stolberg gehört zu en schönsten Städten in Sachsen-Anhalt. Zwei Hotels dürfen dort wieder öffnen. Foto: dpa

Magdeburg. Möglich macht das ein von Landes-Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) genehmigtes Modellprojekt, welches zunächst auf vier Wochen angelegt ist. Von Kempski will zu Beginn nur 70 Prozent der Zimmer belegen.

Gäste müssen bei der Ankunft einen negativen Corona-Test vorlegen und werden während ihres Aufenthalts regelmäßig getestet.

„Modellprojekte sind zwingend notwendig für eine Langzeit-Strategie in der Covid-19-Pandemie“, sagte von Kempski am Donnerstag. „Wir möchten den Beweis antreten, dass unter wissenschaftlich abgeleiteten Voraussetzungen sicheres touristisches Reisen umsetzbar ist, und touristische Betriebe mit detaillierten Hygienekonzepten wieder öffnen können.“

Und weiter: „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Es kann daher nur als grob fahrlässig bezeichnet werden, Modellversuche nicht zu nutzen oder sogar zu stoppen – zumal Hotellerie und Gastronomie mit ihren Konzepten für Modellprojekte bereit sind.“

Allerdings kann die geplante Bundes-Notbremse zum Abbruch des Modellprojektes führen. Sollte diese nächste Woche vom Bundestag beschlossen werden, müssten ab einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Infizierten je 100.000 Einwohner auch Modellprojekte gestoppt werden. Der Landkreis Mansfeld-Südharz liegt laut Gesundheitsministerium momentan bei einem Wert von über 200.