Trojaner legt Landratsamt lahm: Hackerangriff vermutet

Von dpa
Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Tastatur.
Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Tastatur. picture alliance / Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Bitterfeld-Wolfen - Das Landratsamt Anhalt-Bitterfeld ist nach eigenen Angaben wohl Ziel eines Hackerangriffs geworden. Nicht betroffen sei die Einsatzleitstelle für Rettungsdienste und Feuerwehr. Es handele sich nach ersten Erkenntnissen um einen unbekannten Trojaner, der alle Daten und Programme verschlüsselt und die Technik im Landratsamt damit lahmgelegt habe, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch und bestätigte damit Medienberichte. „Beim Hochfahren der Computer am Dienstagmorgen ging nichts mehr, wir haben keinen Zugriff mehr.“

Das Landratsamt kann dem Sprecher zufolge mangels Technik vorerst keine Dienstleistungen für die Bürger erbringen, etwa bei der Autozulassung. Betroffen seien die Standorte Köthen, Zerbst und Bitterfeld, insgesamt etwa 800 Mitarbeiter. Die Kreisverwaltung mit ihren Standorten sei vorerst bis Freitag geschlossen. Unklar sei momentan, wann der Schaden behoben sein wird. Mit Hilfe von Experten soll herausgefunden werden, was sich hinter dem Trojaner verbirgt und welche Folgen der Technikausfall hat.