Tullner besucht Lerncamp: Lernrückstände schwer zu messen

Von dpa
Marco Tullner (CDU) spricht.
Marco Tullner (CDU) spricht. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Naumburg - Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) hat am Mittwoch ein Lerncamp in Naumburg (Burgenlandkreis) besucht. Das Camp soll Schülern auf freiwilliger Basis helfen, den coronabedingt entstandenen Lernrückstand zu vermindern, teilte eine Sprecherin mit. „Uns ist bewusst, dass (...) nicht alle Schülerinnen und Schüler vom Distanzunterricht gleichermaßen profitieren konnten. Lerncamps sind daher eine geeignete Maßnahme, um entstandene Lerndefizite auszugleichen“, sagte Minister Tullner bei dem Besuch.

Zielgruppe seien Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen der Sekundar- und Gemeinschaftsschulen. An insgesamt drei Jugendherbergs-Standorten fänden die fünftägigen Lerncamps für je rund 20 Schülerinnen und Schüler statt, erklärte die Ministeriumssprecherin. Weitere Standorte befänden sich in Schierke (Harz) und Dessau-Roßlau. Die Lerncamps sind im Bildungsministerium eigens konzipiert worden.

„Zum Umfang von Lernrückständen sind keine quantitativen Aussagen möglich“, schrieb die Sprecherin. Die Zahl der Nicht-Versetzten und Wiederholer läge noch nicht vor, zumal insbesondere das freiwillige Wiederholen noch bis zu Beginn des neuen Schuljahres beantragt werden könne.