Magdeburg (dpa) l Ein Großteil der Sachsen-Anhalter identifiziert sich mit seinem Bundesland. Das geht aus dem aktuellen Sachsen-Anhalt-Monitor hervor, den Ministerpräsident Reiner Haseloff am Donnerstag (10. Dezember) in Magdeburg vorstellt. In der Studie gaben 35 Prozent der Befragten an, sich sehr stark mit Sachsen-Anhalt verbunden zu fühlen, weitere 46 Prozent bezeichneten ihre Verbindung als ziemlich stark. Am meisten identifizieren sich die Sachsen-Anhalter mit ihrem Wohnort, gefolgt von der Bindung an Ostdeutschland. Mit der gesamten Bundesrepublik fühlen sich deutlich weniger Befragte verbunden.

Eine Ausnahme bilden die jungen Menschen im Land: Die 18- bis 29-Jährigen fühlen sich den Angaben zufolge prinzipiell weniger an Orte und Regionen gebunden. Allerdings überwiegt bei ihnen die Verbundenheit mit der gesamten Republik über jene zum Osten.

Verbundenheit mit dem Heimatort

Prinzipiell lasse sich zudem nachweisen, dass die Verbundenheit mit Orten und Gebieten umso höher ausfällt, je besser die finanzielle Situation und der Bildungsgrad der Befragten ist. Zudem identifizieren sich vor allem mit Sachsen-Anhalt jene Menschen stärker, die optimistisch in die Zukunft blicken.

Der Politikwissenschaftler Everhard Holtmann erforscht mit einem Team der Uni Halle regelmäßig die politischen Einstellungen der Menschen in Sachsen-Anhalt sowie ihre Haltung zur Demokratie und zu grundsätzlichen Fragen. Der gesamte Bericht wird am Vormittag in Magdeburg vorgestellt.