Kaum ein Thema wird in Deutschland so emotional diskutiert wie das des Wolfes. Die Debatte wird jetzt neu angefacht. Das liegt an Bundesumweltministerin Schulze, die man bislang auf der Seite der Wolfs-Freunde wähnte. Erst kürzlich, bei der Faschingsfeier im Ministerium, trug sie ein Wolfskostüm – und um den Hals ein Schild mit der Aufschrift „Bitte nicht erschießen“.

Doch dann kam die überraschende Kehrtwende: Die Ministerin will den Abschuss von Wölfen erleichtern. Das gibt den Wolfskritikern im Land Auftrieb. Die Wolfspopulation nimmt stetig zu. Insofern sind Forderungen nach einem modernen, den neuen Gegebenheiten angepassten Wolfsmanagement berechtigt. Im dicht besiedelten Deutschland, wo Wölfe schon in Wohngebiete eindringen, muss es Obergrenzen für die Zahl der Raubtiere geben. Die notwendige Diskussion um den Abschuss von Wölfen wird weiter Fahrt aufnehmen.