Halle (dt/rk) l Zu einem tragischen Unglück ist es am Donnerstagmorgen, 8. November 2018, in Halle gekommen. Eine 15-jährige Schülerin stürzte vom Balkon eines Mehrfamilienhauses und erlag wenig später ihren Verletzungen im Krankenhaus. Wie die Polizeidirektion Süd mitteilt, suchten die Beamten eine Wohnung in einem Wohnblock auf der Richard-Paulick-Straße auf, um dort drei Beschlüsse des Amtsgerichts Halle auf Jugendarrest gegen das Mädchen wegen Schulbummelei zu vollstrecken. Dabei geschah das Unglück.

Zuvor klingelten die Polizeibeamten an der Wohnungstür der Familie. Nachdem die Mutter des Mädchens die Tür geöffnet hatte, fragten die Polzisten, ob die ihre Tochter zu Hause sei, was die Frau bestätigte. Laut Angaben der Polizei muss das Mädchen offenbar die Anwesenheit der Polizisten bemerkt haben. Die 15-Jährige flüchtete daraufhin in Richtung eines Balkons, welcher unmittelbar an ihr Zimmer angrenzt. Von da aus stürzte das Mädchen mehrere Etagen in die Tiefe. Die Wohnung befindet sich in der 6. Etage des Wohnblocks. "Die Ermittlungen zu den genauen Umständen laufen", sagte Polizeisprecher Ralf Karlstedt.

Polizisten leisten Erste Hilfe

Die Polizisten leisteten Erste Hilfe und forderten einen Krankenwagen an. Das Mädchen sei nicht ansprechbar gewesen. Der hinzugerufene Arzt versuchte das verunglückte Mädchen zu reanimieren. Sie brachten es in ein Krankenhaus.

Wenig später sei die Polizei von der Rettungsleitstelle darüber informiert worden, dass das Mädchen trotz intensiver Rettungsmaßnahmen verstorben sei. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dazu werden im Zentralen Kriminaldienst der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord geführt.

"So ein Vorfall geht natürlich auch nicht an den Beamten spurlos vorbei", sagte Karlstedt, "sowohl um die Beamten als auch um die Eltern kümmert sich jetzt ein Kriseninterventionsteam".