Braunschweig/Magdeburg (dpa) l Die Verurteilung eines 38-jährigen aus Sachsen-Anhalt zu sieben Jahren Haft für den Tod eines Unbeteiligten bei der Flucht vor der Polizei in Braunschweig ist rechtskräftig. Der Mann habe seinen Antrag auf Revision zurückgenommen, teilte das Landgericht der Stadt am Mittwoch mit. Eine Schwurgerichtskammer hatte ihn unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge und fahrlässiger Körperverletzung im März verurteilt.

Auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle war der Mann aus Biederitz (Landkreis Jerichower Land) im August 2019 in zwei an einer roten Ampel wartende Autos gekracht. Der 33 Jahre alte Fahrer eines der beiden Autos kam dabei ums Leben, ein 43-jähriger Mann erlitt bei dem Aufprall schwere Verletzungen und innere Blutungen. Der Unfall an einer Autobahnabfahrt in Braunschweig war das tödliche Ende einer kilometerlangen Verfolgungsfahrt über die Autobahnen 2 und 39, teils mit Tempo 240.

Während des Prozesses entschuldigte sich der Angeklagte und ließ durch seinen Verteidiger erklären, dass er zum Unfallzeitpunkt seit einiger Zeit die synthetische Droge Crystal Meth konsumiert habe, um dem Druck als Vater und im Beruf standzuhalten. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre und elf Monate Haft gefordert, die Verteidigung viereinhalb Jahre. Vertreter der Nebenklage hatten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes beantragt.