Warum man durchaus manche Anlässe lieber mit "Kindersekt" als Alkolischem begießen sollte

Vom kurzen Glück eines Fahranfängers in Brandenburg

Von Friederike Ostermeyer

Bernau l Groß war die Freude eines 22-jährigen Mannes aus dem brandenburgischen Bernau über seine am Freitag bestandene Führerscheinprüfung. Lange währte diese allerdings nicht. Gerade mal 16 Stunden nach der Übergabe, war er den Führerschein schon wieder los.

Der junge Mann hatte vor lauter Euphorie ganz vergessen, dass Alkohol und Autofahren sich weniger gut vertragen, als er eine Party zur bestandenen Prüfung für den selben Abend plante.

Nachdem er den "Lappen" einige Stunden lang ordentlich begossen hatte, war es natürlich an der Zeit, wie die "Großen" ganz souverän ins Auto zu steigen, um nach Hause zu fahren. Ein erhabenes Gefühl! "Tschüss Bus und Bahn", wird er sich triumphierend gedacht haben. "Ich komme jetzt ohne euch klar."

Weniger klar kam er allerdings mit dem Einschalten des Lichtes. Welcher der beiden Schalter (vorher war da doch nur einer gewesen?!) war eigentlich dafür zuständig? Der theoretische Teil der Fahrprüfung lag schließlich auch schon lange zurück. Gut, dann eben ohne Licht nach Hause.

Eine Zivilstreife hatte allerdings kein Verständnis dafür, als sie ihn kurze Zeit später auf der Straße anhielten. Er habe sich doch so gefreut, sagte er zu den Polizisten, nachdem sie einen Alkoholwert von 1,9 Promille festgestellt hatten. Da sei es doch nur verständlich gewesen, dass sein Erfolg ordentlich gefeiert werden musste. So eine Führerscheinprüfung besteht ja schließlich nicht jeder. Behalten durfte er die Fahrerlaubnis trotzdem nicht.

Der junge Mann wäre für die nächste Prüfung gut beraten, im Lehrbuch noch einmal die Kapitel "Fahren bei Dunkelheit" und "Lieber nicht fahren bei Alkohol", durchzulesen. Und seine Freunde können schon mal den "Kindersekt" besorgen. Na dann Prost!