Weniger Ausgaben für Kriegsopferfürsorge als 2018

Von dpa

Halle - Die Ausgaben der Kriegsopferfürsorge im Land sind nach Angaben des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt rückläufig. Im vergangenen Jahr betrugen die Leistungen in Sachsen-Anhalt rund 2,37 Millionen Euro, wie die Statistikbehörde in Halle am Freitag mitteilte. Das entspreche einem Rückgang von 17 Prozent beziehungsweise rund 500 000 EUR gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2018.

Der Hauptanteil der Ausgaben entfiel den Angaben zufolge mit etwa 1,8 Millionen Euro (76 Prozent) auf die Hilfen in besonderen Lebenslagen und auf die Hilfe zur Pflege mit knapp 350 000 Euro (15 Prozent). Beide Leistungsarten wurden demnach überwiegend den Hinterbliebenen und nicht den Geschädigten selbst gezahlt. Insgesamt erhielten Ende des Jahres 257 Personen laufende Leistungen im Rahmen der Kriegsopferfürsorge, im Vergleich zu 2018 erhöhte sich damit die Anzahl um 31 Prozent.

Dass die Leistungen gesunken sind, obwohl es mehr Empfänger gab, liegt nach Angaben einer Sprecherin daran, dass sich die Leistungen durch die Neufassung des seit Anfang 2020 geltenden Bundesteilhabegesetzes verändert hätten. Voraussetzung für den Erhalt von Leistungen der Kriegsopferfürsorge sei, dass die Beschädigten und die Hinterbliebenen nicht in der Lage seien, einen Bedarf aus den übrigen Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz und dem sonstigen Einkommen und Vermögen zu decken.