Magdeburg (dpa) l Hitze, Sonne, Trockenheit – 2018 ist für Sachsen-Anhalt ein Jahr der Extreme gewesen. Der bundesweit heißeste Ort dieses Jahres war Bernburg (Salzlandkreis) mit 39,5 Grad am 31. Juli, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in seiner Jahresbilanz mitteilte. Die Zahl der Sonnenstunden habe sich im Land auf 2110 summiert. Im vieljährigen Mittel seien es nur 1522 Stunden Sonnenschein gewesen.

Die Durchschnittstemperatur 2018 lag in Sachsen-Anhalt laut DWD bei 10,9 Grad und damit erheblich über dem Mittel der Vorjahre von 8,7 Grad. Zugleich war es 2018 das trockenste Bundesland. Im Landesschnitt seien nur rund 360 Liter je Quadratmeter Regen oder Schnee gefallen, 547 Liter je Quadratmeter sei es im vieljährigen Mittel gewesen. Zu den bundesweit trockensten Orten gehörte etwa Bad Lauchstädt im Saalekreis.

Der DWD erinnerte zudem an Wetterextreme wie das Sturmtief "Friederike", das am 18. Januar zwei Menschenleben in Sachsen-Anhalt gefordert hatte. Ein Mann stürzte von einem Dach, ein anderer wurde von einem umfallenden Baum getroffen. Am 17. März hätten sich Schneeverwehungen im Land teils meterhoch aufgetürmt.