Brandenburg an der Havel/Dessau l Bereits am 10. Oktober entdeckten Pilzsammler einen toten Mann in einem Waldstück an der Autobahn 10 zwischen der Anschlussstelle Ferch und Neuseddin. Er hatte sich dort an einem Baum erhangen. Wie Ermittlungen der Polizei in Brandenburg ergaben, hing er dort mindestens seit Februar 2019.

"Die geführten Ermittlungen und gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergaben keinerlei Anhaltspunkte für eine fremde, todesursächliche Gewalteinwirkung", erklärt Heiko Schmidt von der Pressestelle der Polizeidirektion West. Aufgrund eines Abschiedsbriefes gehe man von einem Suizid aus, jedoch gestalte sich die Identifizierung schwierig.

Spuren führen nach Dessau

Der Brief sei mit "Steff..." unterzeichnet worden. Da der Tote keinerlei Ausweisdokumente bei sich gehabt hätte, versuche man es nun mit den Gegenständen, die der Mann bei sich hatte. "Er hatte unter anderem eine silberne Armbanduhr der Marke 'Mike & Ellis' mit blauem Ziffernblatt und einen blau-schwarzen Rucksack bei sich", so der Polizeisprecher weiter.

Bilder

Zwei Gegenstände weisen auf einen Bezug zu Sachsen-Anhalt hin. Zum einen fanden die Ermittler eine Visitenkarte der BGHM – Berufsgenossenschaft Holz und Metall; Industriepark Wolfen; Bezirksverwaltung Dessau; 06842 Dessau-Roßlau. "Eine Nachfrage dort erbrachte jedoch keine Hinweise auf die Identität des Toten."

Zum anderen fand man eine Tagesfahrkarte, die auf eine Fahrt zwischen Mühlbeck und der Stadt Dessau hinweist. Aufgrund dieser beiden Gegenstände hoffen die Ermittler aus Brandenburg nun auf Hinweise aus Sachsen-Anhalt.

Die Polizei beschreibt den Mann wie folgt:

  • ca. 30-40 Jahre alt
  • ca. 1,70-1,75 cm groß
  • schmale bis dünne Statur (Kleidergröße „S")
  • Brillenträger (rechteckige Brille mit schwarzem Rahmen)

 

Hinweise zur Identität des Toten nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 03381-560-0 entgegen.