Dolle (dpa/sa) - Archäologen haben in Sachsen-Anhalt ein rund 2800 Jahre altes spätbronzezeitliches Urnengräberfeld entdeckt. "120 Keramikurnen sind geborgen worden", sagte Projektleiterin Susanne Friederich am Donnerstag bei Dolle im Landkreis Börde. "Jede Urne wurde in ein mit Steinen ausgekleidetes, etwa 50 mal 50 Zentimeter großes, sogenanntes Nischengrab, gelegt", sagte sie. Die Gefäße wurden unversehrt und im Block geborgen. Die Urnen werden den Angaben zufolge von Spezialisten im Labor näher untersucht und später archiviert.

Die Archäologen hatten bei Dolle auf einer Baustelle der Autobahn 14 auf einem 20 000 Quadratmeter großen Areal nach Funden gegraben. Der Urnenfriedhof sei in der Spätbronzezeit vermutlich von einer etwa drei Kilometer entfernten Siedlung für Bestattungen genutzt worden, sagte die Expertin vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie.

Landesmuseum für Vorgeschichte

Pressemitteilung zu Grabungen/Dolle