Dessau- Roßlau (dpa/sa) - Weil er offene Geldstrafen von fast 3000 Euro nicht bezahlen konnte, ist ein 39-Jähriger in Dessau ins Gefängnis gewandert. Der Mann war am Donnerstag auf dem dortigen Bahnhof kontrolliert worden, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde.

Der erste war im November 2018 vom Amtsgericht Dessau-Roßlau ergangen, nachdem der Mann vom Amtsgericht zu einer Erzwingungshaft von drei Tagen verurteilt worden war. Diese wäre entfallen, wenn er 55 Euro gezahlt hätte, was er jedoch nicht tat. Im November 2019 wurde der zweite Haftbefehl erstellt. Dabei ging es um eine Geldstrafe von 2700 Euro. Auch diese bezahlte er nicht; die 90 Tage Haft, die er hätte dafür absitzen können, trat er nicht an.

Neben dem Gefängnisaufenthalt wegen des Geldes kommt weiteres Ungemach auf den Mann zu: Bei der Kontrolle wurden bei ihm ein Springmesser sowie Drogen sichergestellt, was zu entsprechenden Anzeigen führte.

Mitteilung der Bundespolizei