Magdeburg (dpa/sa) - Einer Erhebung der Barmer Krankenversicherung zufolge wird bei den Sachsen-Anhaltern überdurchschnittlich oft Bluthochdruck diagnostiziert. Daten aus dem Jahr 2017 zeigten, dass 35,1 Prozent der Menschen hierzulande einen Blutdruck von mehr als 140 zu 90 hatten, bundesweit nur 28,6 Prozent, wie die Barmer am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Insgesamt sei in den östlichen Bundesländern Bluthochdruck häufiger festgestellt worden als im Rest Deutschlands. Die niedrigsten Raten seien in Bremen (24,6 Prozent) und Hamburg (25,0 Prozent) sowie in Bayern (25,1 Prozent) festgestellt worden.

Für die Auswertung hat die Barmer eigenen Angaben zufolge Diagnosedaten von 9,4 Millionen Versicherten ausgewertet. Für Sachsen-Anhalt seien die Daten von rund 280 000 Versicherten ausgewertet worden.

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck belastet die Gefäße und erhöht das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall stark, er kann zudem zu Nierenschäden führen. Die Krankenkasse weist darauf hin, dass das Bluthochdruck-Risiko mit einer gesunden und ausgewogenen Lebensweise deutlich reduziert werden kann. Wer mit dem Rauchen aufhöre, sich mehr bewege und weniger Salz und Alkohol zu sich nehme, stärke sein Herz-Kreislauf-System. Wichtig sei auch, die Stressbelastung zu senken.

Infos der Barmer zu Bluthochdruck