Magdeburg (dpa) - Der mit Neonazi-Vorwürfen konfrontierte CDU-Kreispolitiker Robert Möritz aus Sachsen-Anhalt hat den umstrittenen Verein Uniter nach Angaben der CDU verlassen. "Herr Möritz hat dem CDU-Landesverband soeben mitgeteilt, dass er heute aus diesem Verein ausgetreten ist", teilte Generalsekretär Sven Schulze am Sonntag auf Twitter mit.

Kritiker verorten Uniter im rechtsextremen Milieu. Nach Angaben der Bundesregierung ist der Verein zwar derzeit kein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes, Hinweisen auf extremistische Bestrebungen gehen die Sicherheitsbehörden aber weiterhin nach.

Möritz hatte vor einigen Tagen eingeräumt, Mitglied in dem Verein zu sein, aber versichert, dass weder er noch sein dortiges Umfeld rechtsextrem sei. Uniter fuße auf Menschenrechten und der demokratischen Grundordnung, so Möritz in einer Stellungnahme.

Der Kreisvorstand der CDU Anhalt-Bitterfeld, dem Möritz angehört, hatte die Ansicht vertreten, dass sich aus einer Mitgliedschaft bei Uniter keine rechtsextreme Gesinnung ableiten ließe. Personelle Konsequenzen lehnte er ab.

Bundesregierung zu Uniter

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