Magdeburg (dpa/lhe) - Der SV Darmstadt 98 hat seinen neuen Trainer Markus Anfang bei dessen Pflichtspiel-Debüt ordentlich zittern lassen. Der Fußball-Zweitligist gewann am Sonntagabend beim Drittligisten 1. FC Magdeburg in der 1. Runde des DFB-Pokals nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch mit 3:2 (2:2, 0:2) nach Verlängerung. "Die erste Halbzeit war überhaupt nicht gut, aber die Mannschaft hat eine super Reaktion gezeigt und hinten heraus verdient gewonnen", analysierte Anfang.

Tobias Müller erzielte mit einem Kopfball nach 14 Minuten die frühe Gastgeber-Führung, die Kapitän Christian Beck (26.) ausbaute. Nach dem Wechsel sorgten Marvin Mehlem (53.) und Tobias Kempe (66.) mit einem fulminanten 20-Meter-Schuss in den Winkel für den Ausgleich. In der Verlängerung war es der eingewechselte Mathias Honsak (100.), der die Partie für die Hessen entschied. Magdeburg wurde von den zugelassenen 5000 Zuschauern dennoch für die couragierte Leistung gefeiert.

Darmstadt fand gegen die giftig, aber auch klug agierenden Gastgeber 45 Minuten lang kaum Mittel. In der ersten Halbzeit gab es keine zwingende Chance. Das änderte sich nach der Pause, als die Gäste konzentrierter nach vorn arbeiteten und sich den Ausgleich und später auch den Sieg verdienten. "Der frühe Anschluss war wichtig. Am Ende haben wir das gut durchgespielt, auch wenn wir uns die Verlängerung gerne erspart hätten", resümierte Anfang.

Kader SV Darmstadt 98