Blankenburg (dpa) - Nach einer Explosion mit einem Toten in Blankenburg im Harz bleiben die betroffenen Wohnblocks vermutlich für mehrere Wochen unbewohnbar. Das sagte der Geschäftsführer der Blankenburger Wohnungsgesellschaft, Thomas Kempf, am späten Freitagnachmittag. Grund dafür seien notwendige Arbeiten an der Fernwärmeleitung. Sie müsse überprüft und instandgesetzt werden. Das könne mehrere Wochen in Anspruch nehmen. In der Zwischenzeit werden die betroffenene Hauseingänge der aneinander gereihten Plattenbauten nicht mit Wärme versorgt. Derzeit sind den Angaben zufolge auch Wasser und Strom abgeklemmt.

Die betroffenen Mieter müssen vorerst bei Freunden und Verwandten unterkommen. Einige von ihnen dürfen ihre Wohnungen zumindest wieder ohne Einschränkungen betreten. In zwei weitere Fünfgeschosser dürfen die Bewohner in Polizeibegleitung gehen, um persönliche Sachen zu holen, wie Blankenburgs Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU) am Nachmittag verkündete.

Das Haus, in dem es die Explosion gab und ein direkt angrenzender Block, bleiben bis auf Weiteres gesperrt, sagte Breithaupt weiter. Dort liefen noch die Ermittlungen der Polizeispezialisten. Geplant sei, dass die Mieter spätestens in der Nacht unter enger Aufsicht von Feuerwehr und Polizei kurz zurückkehren könnten, um das Nötigste aus ihren Wohnungen zu holen.

Bei der Explosion am Freitagmorgen in einer Wohnung kam ein Mann ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Die Ursache muss noch ermittelt werden. Allerdings wurden mehrere Gasflaschen in der betroffenen Wohnung gefunden.