Chemnitz (dpa) - Die übergroße Mehrheit der Ostdeutschen steht weiterhin zur Energiewende. Laut einer repräsentativen Umfrage des Energiedienstleisters enviaM befürworten 69 Prozent der Menschen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen die Maßnahmen zum Klimaschutz. Das ist der gleiche Wert wie bei der Befragung vor zwei Jahren.

Zugleich sind die Ostdeutschen im Vergleich zu 2016 skeptischer in Bezug auf die Umsetzung der Energiewende geworden. Waren vor zwei Jahren noch 35 Prozent der Bürger damit zufrieden, sank die Zahl nun drastisch auf 15 Prozent. Auch glauben derzeit nur noch 43 Prozent der Einwohner aus den fünf Bundesländern und Berlin an ein Gelingen der Energiewende; 2016 waren es noch 50 Prozent.

Der Ausstieg aus Atom- und Kohlestrom kommt für die Ostdeutschen nur auf die Ränge vier und fünf unter sechs Kriterien: Auf einer Skala von 0 bis 9 wurde die Wichtigkeit mit 7,4 bzw. 7,2 bewertet. Platz eins belegt der Ausbau erneuerbarer Energien mit 8,1 vor der Wärmewende (8,0) und der Digitalisierung (7,5). Am Ende der Rangliste steht die Verkehrswende mit 7,0.