Flechtingen (dpa/sa) - Um Hinweise auf möglichen Schädlingsbefall im Sommer zu sammeln, untersuchen Experten in Sachsen-Anhalt den winterlichen Waldboden. Den Winter überdauern Insekten als Puppen, in Kokons oder als Raupen im Boden, wie der Flechtinger Forstamtsleiter Thomas Roßbach erläuterte. Nach dem ersten Frost nehmen die Forstleute ihre Bodenproben. Puppen, Kokons und Raupen in der Erde werden dann in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen untersucht.

"Wir prüfen, wie viele Puppen vital sind. Das wird mit den Warnschwellen verglichen", sagte Pavel Plasil, der in der Versuchsanstalt für Schmetterlinge zuständig ist. In Sachsen-Anhalt wurden 2018 die Warnschwellen bei der Nonne in Flechtingen und Arendsee überschritten. Die Nonne ist eine Schmetterlingsart. Für dieses Jahr können die Experten aber vorerst Entwarnung geben. Die Förster registrierten zwar einen Anstieg, aber keine existenzielle Bedrohung.