Zerbst (dpa/sa) - Mit Musik auf historischen Instrumenten werden am Donnerstag die 15. Internationalen Fasch-Festtage in Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) eröffnet. Das Ensemble "Fürsten-Musik" spiele zum Auftakt des viertägigen Musikfestivals Werke des Barockmusikers Johann Friedrich Fasch (1688-1758), sagte die Geschäftsführerin der Internationalen Fasch-Gesellschaft, Inge Werner, in Zerbst. Zuvor werde der Fasch-Preis der Stadt an die Geigerin Anne Schumann, die zum Ensemble gehört, verliehen.

Neben zahlreichen Konzerten in Zerbst sowie dem nahe gelegenen Burgkemnitz könnten Musikfreunde bis Sonntag unter anderem eine Sonderausstellung besuchen oder eine Malaktion erleben, bei der eine Künstlergruppe nach der Musik von Fasch Bilder zu Papier bringe, sagte Werner. Zudem tauschen sich bei einer Konferenz Experten über das Thema "Musik in Anhalt-Zerbst" aus. Zu einem der Höhepunkte zählen die Veranstalter das Abschlusskonzert, bei dem barocke Musik mit modernem Jazz gemischt werde. Unter anderem trete dafür das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode auf, hieß es.

Auch jüngere Menschen sollten für das Barockfest begeistert werden, so Werner. Daher solle am Samstagabend auf dem Hangar des ehemaligen Flugplatzes der Stadt Zerbst eine lokale Band auftreten, sagte Werner. Es seien ein Stück von Fasch und rockige Musik geplant.

Fasch war den Angaben zufolge Schüler an der Thomasschule in Leipzig und brachte sich selbst das Spiel auf der Violine bei. Unter anderem komponierte er Werke nach dem Vorbild des in Magdeburg geborenen Georg Philipp Telemann (1681-1767). 1922 trat Fasch in den Dienst als Hofkapellmeister am Anhalt-Zerbster Hof. Dafür schlug er eine vakante Stelle des Thomaskantors in Leipzig aus. Diese nahm daraufhin Johann Sebastian Bach (1685-1750) an.

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