Jena (dpa) - Die Corona-Krise hat nach Einschätzung des Jenaer Extremismusforschers Wolfgang Frindte Rechtspopulisten im Osten vorerst ausgebremst. Der Fokus der Bevölkerung liege derzeit bei den Akteuren der Regierungsparteien, sagte der Sozialpsychologe der Deutschen Presse-Agentur mit Verweis auf jüngste Meinungsumfragen. "Die Rechtspopulisten haben da im Moment sehr wenig Angriffsfläche. Also verbreiten sie - wie gewohnt - krude Verschwörungstheorien." Frindte mahnte, trotz der Corona-Krise andere Probleme nicht aus dem Blick zu verlieren. Dazu zählte er auch den Kampf gegen Rechts. "Etwa 25 Prozent der Bevölkerung scheinen mit den Rechtspopulisten zu sympathisieren."

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